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Beim Pilgern kann man sich
den Ballast von der Seele laufen.


Charles Bruce Chatwin (* 13. Mai 1940 ; † 18. Januar 1989 ( britischer Schriftsteller) war davon überzeugt,

"dass die Wanderungen in der Kindheit das Rohmaterial unserer Intelligenz formen."

 
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                                               Psalm 23, Verse 1 - 3...:

                        Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
                                 Er weidet mich auf einer grünen Aue
                                 und führet mich zum frischen Wasser.
                                          Er erquicket meine Seele;
                                   er führet mich auf rechter Straße
                                       um seines Namens willen...


                                                          ***


Unser Weg besteht aus vielen kleinen und großen Etappen, die im einzelnen beschrieben und bebildert dargestellt sind.
Weitere Bilder sind auch in den Kalendern ab 2008 auf der
Website
http://auf-dem-weg-kalender.chapso.de .


               

Wir laufen nicht in Sandalen, sondern in Wanderschuhen.
So haben wir mehr Halt und bekommen weniger Blasen an den Füssen.
Wir gehen seit 2006 in jährlichen Etappen von circa 4 Wochen.
Wir folgen dem Muschelzeichen von Ost nach West.


Laufe
 
Du bist für den Weg geboren.
Laufe,
Du bist verabredet.
Wo? Mit wem?
Du weißt es noch nicht
Mit dir vielleicht.
Laufe,
Deine Schritte werden deine Worte
Dein Weg wird dein Lied
Deine Müdigkeit dein Gebet
Und deine Stille schließlich
wird dich ansprechen.
Laufe,
Allein, mit anderen,
Aber verlasse dein Zuhause.
Du erfandst Rivalen,
Du wirst Gefährten finden.
Du bildetest dir Feinde ein,
Du wirst Brüder finden.
Laufe,
Dein Kopf weiß nicht,
Wo deine Füße dein Herz hinführen.
Laufe,
Du bist für den Weg geboren,
Ein anderer läuft dir entgegen
 
               Und ist auf der Suche nach dir.
                 
Damit du ihn finden kannst
              Am heiligen Ort am Endes des Weges
                 
                 Am heiligen Ort tief in deinem Herzen.
                         
                       Er ist dein Friede,
                         
                              Er ist deine Freude.
                                
Geh, schon
   
Läuft Gott mit dir.
 

       (In einer Kirche auf dem französischen Jakobsweg "Via Podiensis" Juni 2006 
        entdecktes und von Solange  übersetztes Gebet)





 
        
      auf dem spanischen Jakobsweg "Camino Frances" vor Pamplona Juni 2008


Der französische Autor Louis Charpentier hat schom im Jahr 1971 - da war der Jakobsweg noch nicht so bekannt wie zu Anfang des 21. Jahrhunderts -  in seinem Buch "Santiago de Compostela" (das Geheimnis der Pilgerstrassen) geschrieben:

(Deutsche Ausgabe von 1979 auf Seite 207)

"Was können die Menschen unseres Zeitalters, die sich dem intellektuellen Urteil verschrieben haben und sich in ihren mechanischen Fortbewegungsmitteln durchschütteln lassen, schon von der alten Erde wissen ?
Diese Zivilisation, die sich so häuslich in der Bequemlichkeit eingerichtet hat ! Was weiß sie vom Rhythmus und von den Strömen der Erde ? Was weiß sie von ihrem eigenen Rhythmus ? Sie kennt nur noch den Rhythmus der Maschinen.
Die Menschen können ihren Rhythmus nur durch die Bewegung wieder entdecken, durch ihre Bewegung beim Gehen. Wenn sie einen Schritt vor den anderen setzen, wenn sie am Rand ihrer Leistungsfähigkeit anlangen und sich ihr Rhythmus dem der Erde und des Kosmos, dem des Morgens, des Tages und der Nacht angleicht.
Am vollständigsten und mühelosesten ist diese traumhafte "Durchdringung" der betäubten Sinne, wenn der Mensch dem alten Gesetz der Völkerwanderung folgt und seinen Weg gegen die Erdumdrehung wählt, sich von Osten nach Westen, der untergehenden Sonne entgegen bewegt.
Der Sonne folgen ist eine Glaubenshandlung. Sie ist weder willkürlich, noch vernünftig, sondern instinktiv. Ein Naturgesetz, dem die Ameise auf ihrem rotierenden Apfel instinktiv folgt.
Nun begreifen wir, warum die antiken Pilgerstraßen sich genau mit den Breitenkreisen der Erde deckten."

                          

Vielleicht  haben wir technisierten Menschen unseren Instinkt doch noch nicht verloren, weil dieser uralte Initiations- und Pilgerweg nach Santiago heute wieder häufiger denn je begangen wird.
In seiner "Art von Nachwort" nennt Charpentier den initiatischen Weg nach Compostela "die große Universität des Mittelalters".


***














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